100 years

150GT

1957

Ein einzigartiger Spyder

Um die Mitte der fünfziger Jahre setzt Maserati bei Rennen den Maserati 150S ein, ein Barchetta-Rennwagen mit äußerst kompakten Abmessungen. Von diesem Fahrzeug wird auch der Maserati 200S abgeleitet, der als Basis für die einzige Straßenvariante Maserati 150 GT dient, die etliche Komponenten von anderen Maserati Fahrzeugen übernimmt. Der Maserati 150 GT wird 1957 von Medardo Fantuzzi als Einzelexemplar karossiert. Die Antriebstechnik stammt direkt vom Rennsport ab und das Fahrgestell gestattet ein äußerst sportliches Handling und einen außerordentlich hohen Fahrspaß.

Produktionsbeginn 1957
Produktionsende 1957
Siege 0
Chassis Rohrrahmen
Länge 4.400 mm
Breite 1.804 mm
Höhe 1.140 mm
Radstand 2.250 mm
Gewicht 600 kg
Motor L4, vorn, längs
Hubraum 1.484 ccm
Leistung 96 kW (130 PS) bei 7000 U/min
Höchstgeschwindigkeit 200 km/h
Getriebe Schaltgetriebe, 4 Gänge

Maserati 150 GT: Die Technik

Das Fahrzeug basiert auf dem Chassis 003 vom Rennwagen Maserati A6GCS, das mit Komponenten von anderen Maserati Fahrzeugen bestückt wird. Der Grund dafür ist der vom Maserati 150S stammende Vierzylinder-Rennmotor, der 190 PS bei 7.500 Touren entfaltet und eine Überarbeitung der Fahrgestelllager und anderer Details erforderlich macht. Der Zweilitermotor wird mit dem Getriebe eines Maserati A6G/2000 kombiniert, dessen Übersetzungsverhältnisse geändert werden. Weitere Komponenten werden vom Maserati 200S und vom A6GCS übernommen. Die vordere Bremsanlage ist vom Maserati 250F. Ebenso die Lenkung, die jedoch mit einigen Bauteilen vom Maserati A6G/2000 versehen wird. Vom Maserati 200S hingegen stammt der Kühler, vom 150S die Ölpumpe und vom Maserati A6GCS die Bremsen an den Hinterrädern.

Das Meisterwerk von Fantuzzi

Nachdem die Technik unter Dach und Fach ist, schickt Maserati das Fahrgestell zur Karossierung an die Carrozzeria Fantuzzi. Man entscheidet sich für eine Spyderkarosserie aus Leichtmetall. Einige Reminiszenzen an den Stil von Zagato - die Kühlerverkleidung - und von Allemano - die Radkästen - untermalen ein vollendetes Design, das gelungene Proportionen mit Sportlichkeit und Eleganz vereint. Abgerundet wird die Kreation mit einem elfenbeinfarbenen Karosserielack und einer luxuriösen Lederpolsterung in Braun.

Zu schön, um wahr zu sein

Nachdem das erste Exemplar des Maserati 150 GT fertiggestellt ist, zieht die Unternehmensführung von Maserati eine eventuelle Serienproduktion in Betracht. Angesichts der Merkmale, der Fahrleistungen und der formvollendeten Gestalt bringt der Maserati 150 GT alle Voraussetzungen mit, um ein großer Verkaufserfolg zu werden. Jedoch die hohen Produktionskosten unter Verwendung von spezifischen Rennsportkomponenten und die notwendigen Umbaumaßnahmen lassen vor einer Markteinführung zurückschrecken. So konzentriert sich Maserati auf die Entwicklung des neuen Maserati 3500 GT und bleibt der Maserati 150 GT ein Einzelexemplar, das heute zu den wertvollsten Modellen der Maserati Geschichte zählt.

Technische Daten

01

Mit dem Fahrgestell 003 nimmt alles seinen Anfang: Medardo Fantuzzi karossiert einen Maserati A6GCS als Spyder. Damit entsteht der Maserati 150 GT, eines der elegantesten Modelle der gesamten Maserati Geschichte.

02

Renntechnik und ein 190-PS-Motor vom Maserati 150S. Weitere Komponenten stammen vom Maserati 200S und vom A6G/2000, ein gelungener Mix aus Performance und Sportlichkeit.

03

Der zur Produktion bereite Maserati 150 GT bleibt aufgrund der hohen Fertigungskosten und der Entwicklung des Maserati 3500 GT ein Einzelexemplar.