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Maserati A6G 54 Spyder Zagato

EIN TRAUM IN EINZELANFERTIGUNG

Der Maserati A6G 54 2000 Spyder Zagato bildet die erste konkrete Zusammenarbeit zwischen Maserati und Zagato. Das 1955 auf dem Turiner Automobil-Salon präsentierte Modell basiert auf einer gekürzten Version des Maserati A6G. Der hochelegante Spyder repräsentiert beispielhaft die Fertigkeit und den Stil des Karossiers Zagato, der später als Designikone in die Automobilgeschichte eingehen soll. Der Name greift auf die Maserati Tradition zurück: Der Anfangsbuchstabe A steht für Alfieri Maserati, 6 ist die Zylinderanzahl, G steht für Gusseisen, der Werkstoff des Kurbelgehäuses, das später durch eine Leichtmetallvariante ersetzt wird, und 54 ist das Produktionsjahr.

EIN SPYDER FÜR DEN PRÄSIDENTEN

Seitdem Zagato und Maserati eine kontinuierliche Zusammenarbeit begonnen haben, erweitern sich für den Karosseriehersteller die Geschäftshorizonte. Der argentinische Präsident Juan Perón, Automobilenthusiast und -sammler, beauftragt Zagato mit einer Einzelanfertigung in Spyderversion. Der erste Maserati A6G 54 Coupé mit der Fahrgestell-Nummer 2101 dient als Basis für dieses Projekt, das, als es schließlich fertig ist, aufgrund von politischen Konflikten nicht ausgeliefert werden kann.

EIN BEGEHRTES SAMMLEROBJEKT

Nachdem der Maserati A6G 54 Spyder Zagato im Jahr 1955 auf dem Turiner Automobil-Salon ausgestellt wurde, kehrt er in die Fabrik von Zagato zurück, um wieder in seinen ursprünglichen Zustand zurückversetzt zu werden. Einige Jahre später, 1958, wird das Fahrzeug auf dem Pariser Automobil-Salon präsentiert, wo es sofort ein in Paris lebender amerikanischer Diplomat kauft. Kurze Zeit später kauft es ihm ein Leutnant der amerikanischen Luftwaffe ab. Der Maserati A6G 54 Spyder Zagato verbleibt bis 1969 in seinem Besitz, bevor er ihn an einen Sammler weiterverkauft. Ein Jahrzehnt später erwirbt Angelo Ferro, leidenschaftlicher Sammler von Maserati Automobilen, das Einzelexemplar. Es gehört mehr als 20 Jahre zu seiner Privatsammlung. Ferro beschließt seinen ursprünglichen Zustand wieder herzustellen, in dem es auf dem Pariser Automobil-Salon von 1958 gezeigt wurde. Diese Aufgabe übernimmt Genoa Racing. Der Maserati A6G 54 Spyder Zagato wird anschließend auf zahlreichen Events und Veranstaltungen ausgestellt. Er gewinnt auch einige Titel bei den internationalen Concours d‘Elegance, etwa beim The Quail von 2004 und beim italienischen Wettbewerb im darauffolgenden Jahr.

DIE AUSGEKLÜGELTE TECHNIK DES A6G 54

Das Modell Maserati A6G 54, das dem Maserati A6G 54 Spyder Zagato als Basis dient, besteht aus einem traditionellen Rohrrahmen-Chassis, das vom Spezialisten Gilco stammt und direkt vom originalen A6G abgeleitet ist. Der Motor ist ein Zweiliteraggregat aus Leichtmetalllegierung mit zwei obenliegenden Nockenwellen, eine deutliche Verbesserung gegenüber den Vorgängermodellen. Die Kettensteuerung bietet eine einfachere Bauweise als der Zahnradtrieb, der für die Ventilsteuerung bei Rennfahrzeugen zum Einsatz kommt. Mit einem Hubraum von 1.954 ccm hat der 6-Zylinder-Reihenmotor ein Verdichtungsverhältnis von 8,0:1, das Verhältnis von Hub zu Bohrung beträgt 72 zu 80. Zwei Ventile pro Zylinder und drei Weber Vergaser runden die Bauteilliste des Saugmotors ab. Eine Doppelzündung ist anfangs auf Wunsch erhältlich, später wird sie in die Serienausstattung aller Modelle übernommen. Die Leistung beträgt 150 PS. Ein 4-Gang-Getriebe sorgt für beachtliche Fahrleistungen. Das Exemplar erzielt eine Höchstgeschwindigkeit von 210 km/h.

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