100 years

Gigi Villoresi

Gigi Villoresi

Gigi Villoresi ist einer der größten italienischen Rennfahrer aller Zeiten. Luigi Villoresi wird am 16. Mai 1909 in Mailand geboren. Bereits in jungen Jahren interessiert er sich für die Welt der Motoren, was ihn unweigerlich mit Maserati in Berührung bringt. Auf Maserati verbringt er einen großen Teil seiner Rennfahrerkarriere und fährt er zahlreiche Siege ein.

Bereits 1931 nimmt Villoresi auf Fahrzeugen wie dem Lancia Lambda und dem Fiat 508 Balilla an Rennen teil. Der Durchbruch gelingt ihm aber erst vier Jahre später. 1935 erlangt Gigi Villoresi als Privatfahrer auf einem Maserati 4CM 1100 den sechsten Platz beim Coupe Du Prince Rainier. Der junge Mailänder erregt die Aufmerksamkeit von Ernesto Maserati, der ihn in das Maserati Werksteam holt, womit eine lange und intensive Zusammenarbeit beginnt. Von 1936 bis 1949 fährt Gigi Villoresi an Bord etlicher Maserati Rennwagen. Der erste Sieg lässt nicht lange auf sich warten. Im Jahr 1937 fährt Gigi Villoresi beim Großen Preis von Brünn mit einem Maserati 6CM als Erster über die Ziellinie und kann auch die schnellste Runde für sich verbuchen. Ein Jahr später erobert er den Coppa Acerbo und wird er auf einem Maserati 8CTF zum italienischen Klassenmeister gekürt.

Gigi Villoresi: Die Siege mit dem Tridente

Im Jahr 1939 gewinnt Gigi Villoresi erneut den Coppa Acerbo und auch sein erstes Targa Florio am Steuer eines Maserati 6CM. Er siegt auch im Folgejahr beim Targa Florio, diesmal mit einem Maserati 4CL, bevor der Zweite Weltkrieg den europäischen Motorsport zum Erliegen bringt. 1945 gründet Villoresi die Scuderia Milan, mit der er 1946 den Großen Preis von Nizza gewinnt. Im Folgejahr fährt er erneut den Sieg an Bord eines Maserati 4CLT ein, mit dem er auch den italienischen Gesamtmeistertitel erobert. Im selben Jahr fährt er im Team mit Alberto Ascari. 1948 erobert er weitere Siege, darunter in Albi, Neapel, Comminges und Penya Rhin sowie beim Großen Preis von Großbritannien, was ihm erneut den italienischen Gesamtmeistertitel einbringt. Im darauffolgenden Jahr gewinnt er beim Großen Preis von Luxemburg und beim Großen Preis von Brüssel, bevor er zum Ferrari Rennstall wechselt.

Die Rückkehr nach Modena

1954 geht Gigi Villoresi zur Scuderia Lancia, wenngleich er in der Formel 1-Meisterschaft fast ausnahmslos mit einem Maserati 250F fährt. Mit Lancia verbringt er die letzten Jahre seiner Rennfahrerkarriere. Er gewinnt 1958 die Acropolis Rally und macht Modena, nach seinem Rückzug aus dem Renngeschehen, zu seiner Wahlheimat, wo er zum Botschafter des Tridente ernannt wird. Er stirbt am 24. August 1997 in seiner geliebten Stadt Modena.

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