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EINE FAMILIE, EINE LEIDENSCHAFT

Die Geschichte von Maserati ist vor allem und zuerst die Geschichte einer Familie. Von Rodolfo Maserati, einem Eisenbahner im Italien der frühen industriellen Revolution, Carolina Losi und ihren sieben Kindern. Tatsächlich ist der Arbeitsalltag im Kontakt mit der schnaubenden Dampflok zu jener Zeit noch etwas Ungewöhnliches. Rodolfo ist in gewisser Weise ein Mensch der Zukunft. Die Leidenschaft für hohe Geschwindigkeit wird den Maserati Brüdern daher sozusagen in die Wiege gelegt. Zu Beginn des neuen Jahrhunderts ist die Familie komplett: Der jüngste Sohn Ettore wird 1894 geboren, während der Erstgeborene Carlo, Jahrgang 1881, bereits in das Berufsleben eingestiegen ist.

CARLO MASERATI: VOM FAHRRAD ZUM MOTOR

Carlo Maserati, der Älteste der Brüder, ist ein frühreifes Talent. Als Siebzehnjähriger konstruiert er bereits seinen ersten Einzylindermotor. Er nennt ihn Carcano nach dem Marchese di Anzano, der das Projekt finanziert. Auf einem mit diesem Motor ausgestatteten Fahrrad gewinnt er 1900 die Rallye Brescia-Cremona-Mantua-Verona-Brescia. Sein fahrerisches Talent bleibt nicht unbemerkt, und so wird er noch vor Jahresende bei Fiat als Testfahrer eingestellt. In Turin entwirft er in seiner Freizeit einen neuen Einzylinder, den er in ein hölzernes Fahrzeugchassis einbaut. Damit schlägt in gewisser Weise die Geburtsstunde des ersten Maserati, der, wie sollte es anders sein, seiner Zeit weit voraus ist.

CARLO MASERATI UND DER TRAUM VOM FLIEGEN

1908 wird Carlo Maserati Geschäftsführer des Autoherstellers Junior in Mailand. Kurz darauf gründet er sein eigenes Unternehmen. Zwar gibt er seine Leidenschaft für Automobile nicht auf. Das neue Unternehmen beschäftigt sich aber mit der Konstruktion und Produktion eines Flugzeugmotors, wofür er Geldgeber gefunden hat. Carlo beginnt sofort an diesem Projekt zu arbeiten. 1910 setzt jedoch eine schwere Krankheit seinem Leben und seinen Zukunftsträumen ein plötzliches Ende. Für seine Brüder ist sein Tod ein schwerer Verlust. Carlo wird für sie stets ein leuchtendes, unvergessenes Vorbild bleiben. An dieser Stelle nimmt Alfieri das Ruder in die Hand.

CARLO MASERATI WECHSELT ZU BIANCHI

Carlo Maserati ist ein ruheloser Mensch. Von unbezähmbarem Rennfieber getrieben, verlässt er das Isotta Fraschini Team. Im Jahr 1907 wechselt er zum Fahrzeughersteller Bianchi. Auf einem dieser Rennwagen fährt er das prestigereiche Kaiserpreis-Rennen in Deutschland, das er mit Rang neun absolviert. Wenngleich mit Rennen beschäftigt, gibt er seine Leidenschaft für die Konstruktionstätigkeit niemals auf. Er begreift, dass der Schwachpunkt des Bianchi Rennwagens die Niederspannungs-Zündanlage ist. Er ersetzt sie daher durch ein von ihm entwickeltes Hochspannungssystem.

CARLO UND ALFIERI BEI ISOTTA FRASCHINI

1903 wechselt Carlo Maserati von Fiat zu Isotta Fraschini, wo er als Testfahrer und Assistent im Prüfraum tätig ist. Er lässt auch seinen erst 16-jährigen Bruder Alfieri nachkommen. Als Carlo im Jahr 1908 von Isotta Fraschini weggeht, bleibt Alfieri zurück. Er wird von Cesare Isotta sehr geschätzt, der ihn zuerst als Autoschlosser und dann als Rennfahrer will. 1908 nimmt Alfieri auf seiner Isotta Fraschini 41 am Großen Preis für Voiturettes von Dieppe teil. Er fährt auf Rang 14 und als Erster in der Vierzylinderklasse ins Ziel.

DIE ERSTE WERKSTATT VON ALFIERI

1913 geht Alfieri nach Bologna, wo er für den Service von Isotta Fraschini verantwortlich ist. Eine Zeit lang gilt er gewissermaßen als weltweiter Botschafter der Marke. Bald jedoch beschließt er in die Fußstapfen seines Bruders Carlo zu treten und seinen eigenen Interessen zu folgen. In diese neue Tätigkeit bindet er auch seine Brüder ein: Bindo bleibt bei Isotta Fraschini, während sich Ettore und Ernesto ihm sofort anschließen. Damit entsteht die Autowerkstatt „Società Anonima Officine Alfieri Maserati“ in der Via de’ Pepoli Nummer 1. Die „Gründungsurkunde für ein Einzelunternehmen“ wird am Donnerstag, dem 1. Dezember 1914, an die Handelskammer von Bologna geschickt. Fünf Monate später erklärt Italien seinen Eintritt in den Krieg. Alfieri und Ettore werden eingezogen. Ernesto, der damals erst 17 Jahre alt ist, bleibt zurück. Tagsüber arbeitet er in der Werkstatt, abends drückt er in der Berufsschule „Aldini“ in Bologna die Schulbank.

EINE NEUE ADRESSE FÜR DIE MASERATI WERKSTATT

Nach Kriegsende will Alfieri seine Tätigkeit wieder aufnehmen. Er gründet eine Flaschenfabrik in der Frazione Alemanni Nr. 179 im Bologneser Stadtteil Pontevecchio. Dort ist Platz für ein Lager, die Werkstatt sowie ein kleines, schlichtes Wohnhaus, das sich die drei Brüder samt ihren Familien teilen. Hierher verlagert Alfieri im Juli 1914 die Zündkerzenproduktion, mit der er in Mailand während des Ersten Weltkrieges begonnen hatte. Die Beschriftung über den drei großen Fenstern geben nun offiziell kund, dass die Geschichte der „Officine Alfieri Maserati SA“ ernsthaft begonnen hat.

DER KRIEG KANN DIE MASERATI BRÜDER NICHT STOPPEN

Italien tritt dem Krieg bei. Die Maserati Brüder werden zwar eingezogen, bleiben den Kriegsschauplätzen aber fern. Die Armee will sich lieber ihre technische Kompetenz zunutze machen. Alfieri wird nach Mailand verlegt, wo Flugzeugmotoren gebaut werden. Seiner Veranlagung gemäß will er mehr tun. Er entwickelt und produziert Spezialzündkerzen für Flugzeugmotoren unter dem Firmennamen Trucco & Maserati. Trucco ist Rennfahrer bei Isotta Fraschini und damit ein alter Bekannter von Alfieri.

MASERATI ZÜNDKERZEN VERHELFEN D‘ANNUNZIO ZUM FLIEGEN

Die von Alfieri patentierten Zündkerzen mit Glimmerisolierung kommen in den SVA Flugzeugen zum Einsatz. Damit unternimmt der Dichter Gabriele d‘Annunzio am 9. August 1918 seinen berühmten Propagandaflug über Wien, der ihn zur Legende macht.

DER DREIZACK: EINE KREATION VON MARIO MASERATI

Alfieri, Ernesto und Ettore arbeiten intensiv an der Entstehung des ersten Maserati. Einer der Brüder, Bindo, bleibt bei Isotta Fraschini. Alfieri beschließt noch einen weiteren Bruder in die Familientätigkeit einzubinden. Mario hat als Einziger nichts mit Motoren zu tun und sich für die Kunst entschieden. Er wird mit der Kreation des Markenzeichens beauftragt. Einer Anregung des Marchese Diego de Sterlich, einem engen Freund und Gönner von Alfieri, folgend, übernimmt Mario ein typisches Symbol von Bologna: Der Dreizack der Neptunstatue des Brunnens auf der Piazza Maggiore, Sinnbild für Stärke und Kraft. Er wählt die Farben Rot und Blau, die Stadtfarben von Bologna, die von diesem Tag an auch die Farben von Maserati sein werden.

DIEGO DE STERLICH: EIN EDLER FREUND

In der Saison 1925 endet die Zusammenarbeit mit dem Automobilhersteller Diatto, der schwer verschuldet aus dem Motorsport aussteigen muss. Dank der finanziellen Unterstützung durch den Marchese Diego de Sterlich, Fahrer für Diatto und großer Fan von Alfieri, können die Maserati Brüder zehn Chassis des Diatto 30 Sport erwerben. Damit werden die ersten Fahrzeuge mit dem Markenlogo von Maserati produziert.

ALFIERI LÄSST DIATTO DURCHSTARTEN

Im Jahr 1922 nehmen die Maserati Brüder die Zusammenarbeit mit dem Automobilhersteller Diatto aus Turin auf, die eine wertvolle Erfahrung sein wird. Die Resultate der ersten Rennen sind noch unbedeutend. Daraufhin beschließt Alfieri, den Isotta Fraschini-Hispano Suiza-SCAT-Itala wieder aus der Werkstatt hervorzuholen, mit dem er vor dem Wechsel zu Diatto zahlreiche Erfolge erzielt hatte. Er überarbeitet also vollständig den Motor. Als endlich alles zu seiner Zufriedenheit ist, nennt er das Resultat Diatto. Am Steuer dieses Autos gewinnt Alfieri das Rennen von Susa-Moncenisio mit der außerordentlichen durchschnittlichen Geschwindigkeit von 69 km/h. Mit Ernesto als Beifahrer wiederholt er das Bravourstück kurz darauf beim Rennen Aosta-Großer St. Bernhard.

DIE SIEGE MACHEN SCHLAGZEILEN

1920 kehrt Alfieri Maserati zum Rennsport zurück. Er startet auf einem SCAT und später auf einem Nesseldorf mit Vierzylindermotor. Die Resultate sind ausgezeichnet, lassen in ihm jedoch immer mehr den Willen reifen, endlich einen echten Maserati zu bauen. An einem Chassis von Isotta Fraschini montiert er den Motorblock eines Vierzylinders mit einem für acht Zylinder konzipierten Aggregat von Hispano Suiza. Das Puzzle wird noch komplizierter durch das Getriebe von SCAT, die Radachse von Itala und die Speichenräder von Rudge. Am Steuer des Isotta Fraschini Speciale verzeichnet Alfieri seine ersten wahren Erfolge. Das offizielle Debüt findet am 24. Juli 1921 auf dem Circuito del Mugello statt. Er erzielt Rang vier in der Gesamtwertung und Rang zwei in der Klassenwertung. Zwei Monate später, mit seinem Bruder Ernesto als Beifahrer, gewinnt er sein erstes Rennen: Das Susa-Moncenisio. Das wird der erste von vielen Siegen sein.

DER TIPO 26: DIE IDEEN VON ALFIERI NEHMEN GESTALT AN

Der erste Maserati ist eine Weiterentwicklung des Diatto GP 8C Turbo, der auf den Namen Tipo 26 nach dem Jahr seines ersten Rennstarts getauft wurde. Sein Auftakt ist denkwürdig: Rang acht in der Gesamtwertung und Rang eins in der 1,5-Liter-Klasse.

In sein blau eingebundenes Notizbuch trägt Alfieri in seiner gewohnten eleganten Handschrift „Alle Merkmale der bisher gebauten Autos“ ein. Die Eckdaten des ersten Tipo 26 lauten wie folgt: „Motor nach vorn versetzt 3 cm - Getriebe Tipo 26, drei Gänge - Auspuffrohre dreiteilig - Differenzialgehäuse aus Bronze mit angenagelten Leitungen - Vorderachse Typ Casaralta mit von Kabelzügen betätigten Vorderradbremsen“.

MASERATI V4: DER ERSTE WELTREKORD

Der 13. Juni 1926 ist der Tag des ersten Gesamtsieges. Er wird bei einem Kilometer-Rennen in Bologna erobert. Am Steuer sitzt Ernesto, der jüngste Bruder, bei 167 km/h. Die Maserati Brüder steigern die Produktion und beginnen den Tipo 26 an Privatfahrer, die damaligen Gentlemen-Drivers, zu verkaufen, die angesichts seiner Rennerfolge in der ersten Saison sprichwörtlich Schlange stehen.

Die Erfolge reißen nicht ab. Am 8. Mai 1927 jedoch erleidet Alfieri Maserati bei einem Rennen in Sizilien einen schweren Unfall, bei dem er eine Niere verliert.

Am 28. September 1929 wird in Cremona endlich der erste Weltrekord unter dem Zeichen von Maserati aufgestellt. Am Steuer befindet sich Baconin Borzacchini: Mit dem V4-Motor mit 16 Zylindern absolviert er das Zehn-Kilometer-Rennen bei einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von 246,069 km/h. Dieser Rekord wird bis Ende 1937 ungeschlagen bleiben.

DER GROSSE PREIS VON TRIPOLIS

1930 ist ein Jahr ruhmreicher Siege. Beim Großen Preis von Tripolis fährt der Rennwagenhersteller Maserati seinen ersten internationalen Sieg ein. Es ist auch das Jahr, in dem offiziell die Rivalität zwischen Maserati und Enzo Ferrari beginnt: Beim Großen Preis von Italien in Monza dominiert Maserati das Rennen und ist als einziger Konkurrent auf dem Podium vertreten. Der italienische Regierungschef verleiht Alfieri den Ehrentitel des „Cavaliere“. Zugleich steigt die Rennwagenproduktion auf zwölf Fahrzeuge pro Jahr an.

DER MOTORSPORT TRAUERT UM ALFIERI

1932 stirbt Alfieri im Alter von erst 44 Jahren während einer Operation. Die Niere, die ihm nach dem schweren Unfall von 1927 verblieben ist, arbeitet nur noch schlecht. Die Ärzte beschließen sie mit einer Operation zu retten, was jedoch tragisch ausgeht. Ganz Bologna trauert: Die berühmtesten damaligen Rennfahrer geben Alfieri Maserati das letzte Geleit, darunter Nuvolari, Nazzaro, Minoia, Borzacchini, Campari und der Marchese de Sterlich. Sein Tod ist ein schwerer Verlust für alle, für die Familie und für das Unternehmen. Bindo Maserati verlässt Isotta Fraschini und reiht sich zu seinen Brüdern, die ihn zum Präsidenten des Unternehmens ernennen. Ernesto übernimmt die technische Leitung. Er ist zwar noch jung, aber ein vielversprechendes Talent. Der neue Tipo V5 gibt ein erfolgreiches Debüt. Trotz der schwierigen finanziellen Lage halten die Rennerfolge an.

DER GROSSE NUVOLARI

1933 kommt Tazio Nuvolari zu Maserati. Im Streit mit Enzo Ferrari, der eine 50-prozentige Partnerschaft mit ihm ablehnt, beschließt der legendäre Rennfahrer für Maserati zu fahren. Auf dem 8CM gewinnt er den Großen Preis von Belgien, die Coppa Ciano, den Großen Preis von Nizza und den Tourist Trophy. Das Fahrzeug ist die Weiterentwicklung des bisherigen 8C mit einem neu entwickelten Fahrwerk von Ernesto Maserati. Das Chassis ist im Frontbereich, den Vorschlägen des Rennfahrers folgend, steifer ausgelegt. Die Zusammenarbeit setzt sich bis 1934 fort. Tazio wird jedoch nicht Mitglied des Werksteams. Er kauft ein Fahrzeug, das von Ernesto technisch betreut wird, und geht als Privatfahrer an den Start.

DIE PARTNERSCHAFT MIT ORSI

Obwohl weiterhin Privatkunden auf der Warteliste für den Kauf des 8CM stehen, bekommt Maserati den starken Druck der neuen deutschen Konkurrenten Mercedes und Auto Union zu spüren, die von der Regierung des Dritten Reichs erheblich unterstützt werden. Ernesto, Ettore und Bindo werden sich bewusst, dass eine radikale Veränderung notwendig ist. Daher schließen sie mit dem berühmten italienischen Unternehmer Adolfo Orsi eine Partnerschaft. Dessen Imperium reicht von Gießereien und Stahlwerken über Metallurgie und Werkzeugmaschinenbau bis hin zu Landwirtschaftsgeräten und Dienstleistungen. Gleich den Maserati Brüdern hat er sein Unternehmen aus dem Nichts aufgebaut. 1937 verkaufen ihm Ernesto, Ettore und Bindo das gesamte Anteilspaket. In den von Orsi übernommenen Unternehmen - Officine Alfieri Maserati für die Produktion von Rennwagen und Fabbrica Candele Maserati für die Produktion von Zündkerzen - haben sie indes weiterhin Führungsposten inne. Die Stammsitze beider Firmen bleiben in Bologna. Orsi ist ein kluger Geschäftsmann. Zwar ordnet er wieder die Finanzen. Um technische Fragen, für die er keine Kompetenz besitzt, kümmert es sich jedoch nicht. Endlich können die Maserati Brüder, von anderweitigen Obliegenheiten befreit, erneut wieder das tun, was sie am besten können: Rennfahrzeuge bauen.

DER 8CTF SIEGT IN INDIANAPOLIS

Das erste Exemplar der Orsi-Maserati-Ära debütiert im März 1938. Seine Name 8CTF steht für „8 Cilindri Testa Fissa“ und damit für den Achtzylindermotor mit fest verschweißtem Zylinderkopf, mit dem das Fahrzeug ausgestattet ist. Trotz der hartnäckigen deutschen Konkurrenz lassen die Siege nicht auf sich warten. Im Jahr 1939 siegt Maserati erstmals in Amerika. Wilbur Shaw fährt in Indianapolis mit dem auf „Boyle Special“ umgetauften 8CTF auf Rang eins über die Ziellinie. Maserati kann als erster italienischer Hersteller diesen prestigereichen Sieg für sich verbuchen. Auch im Folgejahr entscheidet Maserati das Rennen für sich.

DER SIEG IN NIZZA UND DAS ENDE EINER EPOCHE

Der Sieg von Maserati beim Großen Preis von Nizza im Jahr 1946 hat eine starke symbolische Bedeutung: Der Zweite Weltkrieg ist endlich zu Ende, die Zivilgesellschaft ist zurückgekehrt. Trotz dieses beachtenswerten Erfolgs beschließen Ernesto, Ettore und Bindo Maserati das Unternehmen zu verlassen und nach Bologna zurückzukehren. Es gibt zwar keine nennenswerte Probleme mit Orsi, aber vermutlich sind die Brüder der großindustriellen Konzernkultur und der ständigen Auseinandersetzungen mit den Gewerkschaften überdrüssig. Sie gründen ein neues Unternehmen namens Osca, das sich ausschließlich der Konstruktion, Entwicklung und Herstellung von Rennwagen widmet.

NEUER STAMMSITZ, NEUES BUSINESS

Bei Ausbruch des Zweiten Weltkrieges befindet sich der Stammsitz von Maserati nicht mehr in Bologna, sondern schon in Modena. Orsi will damit alle seine Geschäftstätigkeiten auf einem Gelände, das sich in seinem Besitz befindet, bündeln. Das Maserati Werk im Viale Ciro Menotti wird zu einer legendären Adresse des internationalen Automobilbaus werden. Aufgrund des Krieges stoppt man jedoch für eine Weile die Herstellung von Rennwagen und rücken die Herstellung von Zündkerzen und die Kriegsproduktion in den Vordergrund. In diesem Zeitraum beliefert die Fabbrica Candele Maserati weiterhin Maserati Auto mit Batterien für die zwischen 1940 und 1945 gebauten Elektrofahrzeuge.

MASERATI A6: DER ERSTE GRAN TURISMO VON PININFARINA

Anfang März 1946 wird auf dem Auto-Salon Genf der Prototyp des Fahrzeugs vorgestellt, das als erster Gran Turismo, oder, mit anderen Worten, als erstes Straßenfahrzeug von Maserati in die Geschichte eingehen wird. Die Studie namens „A6“ – A zu Ehren von Alfieri und 6 für die Zylinderzahl des Motors – wird noch von Ernesto Maserati begonnen, bevor die Maserati Brüder ihren endgültigen Ausstieg aus dem Unternehmen beschließen. Das Design und die Originalität finden sofort den Beifall der Öffentlichkeit. Der Produktion steht nun nichts mehr im Wege. Maserati präsentiert 1948 auf dem Automobil-Salon in Turin den A6 1500, dessen herrliche Karosserie ein Werk Pininfarinas ist.

DIE FORMEL 1 IST GEBOREN

Im Jahr 1950 entsteht der Vorläufer für das Rennfahrzeug, das vier Jahre später in der Formel 1 debütiert. Maserati ist von Anbeginn an dabei und tritt bereits beim ersten Rennen in der Startaufstellung an. Die Rennwagen (die angesichts des Reglements in dieser ersten Phase eigentlich Formel 2-Fahrzeuge sind) sind anfangs jedoch nicht sehr erfolgreich. Die gespannte Lage im Unternehmen gegen Ende der 40er Jahre wirkt sich nachteilig auf die Rennwagenkonstruktion aus. Das Formel 1-Reglement im Jahr 1952 schreibt vor, dass der Hubraum der Fahrzeuge mit Saugmotor maximal zwei Liter und mit Ladermotor maximal 1,5 Liter betragen darf. Mit dieser Regelung eröffnen sich neue Chancen für Alberto Ascari und Ferrari, aber auch Maserati bereitet sich mit ganzen Kräften auf den Wiedereinstieg vor. Der Moment von Juan Manuel Fangio ist gekommen.

NEUE EIGENTÜMERFAMILIE

1953 teilt Adolfo Orsi die Geschäftsführung seiner Unternehmen auf mehrere Familienmitglieder auf: Er selbst und sein Sohn Omar übernehmen Officine Alfieri Maserati mit der Produktion von Automobilen und Werkzeugmaschinen. Der Automobilbau soll seinen Plänen zufolge einen renommierten Markennamen schaffen, der als Zugpferd für den Verkauf der Werkzeugmaschinen dient.

DAS GROSSE DUELL ZWISCHEN FERRARI UND MASERATI

Im Jahr 1956 entwickelt sich die Formel 1 zum Schauplatz einer Familienfehde zwischen den Konkurrenten aus Modena: Ferrari und Maserati. Modena spaltet sich in zwei Lager. Sonntags liefern sich die Autos auf der Rennstrecke heftige Duelle. Am Montagmorgen verspotten die Anhänger des Siegers die verlierende Partei in den Cafés und auf den Straßen der Stadt.

DIE ÄRA VON FANGIO BEGINNT

1954 ändert sich das Reglement der Weltmeisterschaft erneut. Damit hat die Geburtsstunde der Formel 1 in der Form, wie wir sie heute kennen, geschlagen. Maserati kehrt mit dem 250F als starker Konkurrent zurück und siegt gleich beim Auftaktrennen. Juan Manuel Fangio gewinnt den Großen Preis von Argentinien und in Spa. Später kehrt er zum Mercedes Team, für das er schon gefahren ist, und danach zu Ferrari zurück. Der krönende Moment seiner Karriere steht jedoch noch aus. Und er findet am Steuer eines Maserati statt.

DIE GROSSE WENDE

Nach dem großartigen Weltmeistertitel von 1957 ist Adolfo Orsi aufgrund von finanziellen Schwierigkeiten gezwungen, mehrere Sparten seines Unternehmensimperiums zu schließen, darunter auch die Motorsportabteilung. Dieser Verzicht stellt ein gewaltiges Opfer dar, markiert aber auch einen Wendepunkt. Maserati konzentriert sich von nun an ausschließlich auf Straßenfahrzeuge und entwickelt sich innerhalb von nur kurzer Zeit zu einem der renommiertesten Automobilbauer der Welt.

DER SPEKTAKULÄRSTE SIEG

Juan Manuel Fangio verlässt 1957 Ferrari und wechselt wieder zu Maserati. Er gewinnt vier der acht Großen Preise, die für den Weltmeistertitel erforderlich sind: Argentinien, Monaco, Frankreich und, der wichtigste, Deutschland. Auf dem Nürburgring fährt der argentinische Rennchampion den bedeutendsten Sieg seiner Karriere ein und wird zum fünften und letzten Mal Weltmeister.

DIE WEISSE DAME UND DER SCHAH VON PERSIEN

Der als „Dama Bianca“ in die Geschichte eingegangene erste Prototyp des 3500 GT ist die Antwort von Maserati auf den Wirtschaftsboom. 1961 folgt die Version GTI, die als erstes italienisches Fahrzeug mit Direkteinspritzung Berühmtheit erlangt. Auch der Schah von Persien zeigt sich vom 3500 GT beeindruckt, wünscht aber ein noch exklusiveres Auto. Der Ingenieur Giulio Alfieri hat nur darauf gewartet: Er baut den Achtzylinder des 450 S (das Auto, mit dem Fangio das berühmte 12-Stunden-Rennen von Sebring gewonnen hatte) in ein GT-Fahrzeug ein. Das Modell „Schah von Persien“ gilt heute unter Sammlern und Automobilhistorikern als eines der besten Exemplare. Mit einem Interieur, das durch Golddetails und Edelhölzer besticht, ist es das exklusivste und luxuriöseste Auto seiner Zeit.

DER GHIBLI: DAS ERSTE MEISTERWERK VON GIUGIARO

Gegen Mitte der 60er Jahre beginnt die langjährige Partnerschaft mit dem italienischer Designer Giorgetto Giugiaro. Sein erstes Projekt, der Ghibli mit Achtzylinder-Motor, debütiert auf dem Automobil-Salon in Turin und ist auf Anhieb ein Erfolg. Die geplante Produktion von 100 Exemplaren wird sofort auf 400 Stück erhöht. Insgesamt werden von ihm bis Ende 1972 ganze 1.295 Exemplare in der Spyder- und Coupéversion gebaut.

DER QUATTROPORTE DEBÜTIERT AUF DEM TURINER AUTOMOBIL-SALON

Die Idee, einen Maserati Rennmotor in eine Limousine einzubauen, wurde Orsi vom Journalisten Gino Rancati eingegeben. Damit vollzieht sich eine bedeutende Wende. Bisher hat Maserati nämlich nur Coupés und Spyder gebaut. Auf dem Turiner Automobil-Salon 1963 erregt Maserati mit dem Quattroporte, der schnellsten Limousine der Welt, Aufsehen. Das Flaggschiff von Maserati vereint alle markentypischen Merkmale - Eleganz, Sportlichkeit, Leistungsstärke und Luxus - in einer viertürigen Stufenheckkarosserie. Das Projekt ist ein Gemeinschaftswerk des Entwicklungsteams von Alfieri und des Karosseriedesigners Pietro Frua.

PAVAROTTI AM STEUER DES SEBRING

Der Sebring ist die Weiterentwicklung des 3500 GT. Sein Name ist eine Hommage an die berühmte Rennstrecke in Florida, auf der Juan Manuel Fangio 1957 das 12-Stunden-Rennen gewann. Auf Wunsch ist ein Automatikgetriebe erhältlich. Außerdem: Speichenräder und Klimaanlage. Damit ist das Modell seiner Zeit weit voraus. Nach seinem Riesenerfolg im Covent Garden in London wünscht sich der junge Tenor aus Modena einen Sebring. Der Sebring zeitigt den Beginn einer langjährigen Beziehung zwischen Maserati und dem berühmten Maestro.

MASERATI SIEGT ERNEUT

Selbst nach dem Ausstieg aus dem Renngeschäft bleibt bei Maserati die Leidenschaft für den Motorsport lebendig. Damit entsteht, auf der Grundlage eines Projekts von Giulio Alfieri, der legendäre Tipo 60. Der als Birdcage bekannte Rennwagen tritt bei den offiziellen Rennen nicht unter dem Namen Maserati an, sondern er wird den renommiertesten Rennteams überlassen und fährt etliche bedeutende Siege ein. So gewinnt er zweimal in Folge - 1960 und 1961 - das 1000-km-Rennen auf dem Nürburgring und hochkarätige Rennen in den USA.

MISTRAL: SCHNELL WIE DER WIND

Leicht, extrem sportlich und leistungsstark: Der Mistral ist der erste Maserati, der nach einem berühmten Wind benannt ist. Er wird im Jahr 1963 auf dem Turiner Automobil-Salon präsentiert. Die Produktion der Coupé- und Spyderversionen beginnt allerdings erst Anfang 1964.

EINE ZEIT GROSSER VERÄNDERUNGEN

Um mit der Zeit zu gehen, muss in großen Dimensionen gedacht werden. Die Familie Orsi beschließt das Unternehmen mit neuen finanziellen Mitteln zu stärken und entscheidet sich für eine Partnerschaft mit Citroën. Die bisherige Unternehmensorganisation, die auf den einzelnen Modellen beruht, wird nach dem Vorbild des französischen Herstellers umgestaltet. In den 70er Jahren erlebt Maserati ein wechselhaftes Geschick: Die Familie Orsi zieht sich definitiv zurück und Citroën verkauft an das italienische Staatsunternehmen Gepi unter Beteiligung des italo-argentinischen Unternehmers Alejandro De Tomaso. Alles ändert sich, aber manche Dinge bleiben immer gleich: Die Wachstums- und Innovationskraft von Maserati etwa, die stets neue Modelle auf den Markt bringt.

MASERATI BORA: GIUGIARO SCHOCKT ERNEUT

1971 designt Giorgetto Giugiaro ein neues Meisterwerk: Der Bora ist nicht rein zufällig nach einem berühmten Wind benannt. Dieses außergewöhnliche Coupé greift wieder die Klappscheinwerfer des Ghibli auf, ist aber sportlicher ausgelegt und verfügt über einen Mittelmotor. Ebenso unvergesslich ist der Merak, den Adolfo Orsi Jr. als den „kleinen Bruder“ des Bora bezeichnet. Auf dem Auto-Salon Genf präsentiert Giugiaro im Jahr 1972 das futuristische Coupé Boomerang. Es ist niemals in Produktion gegangen, gilt aber bis heute als eines der schönsten Concept-Cars.

DAS PRÄSIDENTENAUTO

1978 wählt der italienische Staatspräsident Sandro Pertini den Quattroporte Royale zu seinem offiziellen Fahrzeug. Er bleibt es bis 1985. Pertini fährt stets in diesem Auto. Auch zu einem Besuch nach Maranello, der in die Geschichte eingeht, weil Enzo Ferrari, der alten Rivalität zwischen den beiden Marken aus Modena gedenkend, den Präsidenten nicht begrüßen geht, als dieser im Maserati vorfährt.

FÜR DIE HAUPTROLLE GEMACHT

Der Maserati Quattroporte bleibt weiterhin der Inbegriff für Eleganz und Stil. Das belegen auch seine Auftritte in zahlreichen Filmen der 80er Jahre. Sylvester Stallone wählt ihn zum Auto von Rocky Balboa in „Rocky III“ (1982), David Cronenberg verwendet ihn ebenfalls in zwei Filmen, „Dead Zone“ von 1983 und „Die Fliege“ von 1986.

DER RIESENERFOLG DES BITURBO

Der Biturbo ist das Symbolauto der 80er Jahre. Die Präsentation seiner ersten Version findet am 14. Dezember 1981 statt. Ein geschichtsträchtiges Datum: Genau an diesem Tag setzte die Bologneser Handelskammer im Jahr 1914 ihren Stempel unter den zwei Wochen zuvor eingereichten Gründungsantrag der Maserati Brüder. Wunderschönes Design und extreme Leistungsstärke: Der doppelt aufgeladene Sechszylinder mit 1.996 ccm Hubraum beschleunigt die Limousine bis auf 215 km/h. Der Biturbo wird das meistproduzierte Maserati Modell aller Zeiten. Von seinen zahlreichen Versionen und Varianten vom Spyder bis hin zum Biturbo S werden zwischen 1982 und 1993 rund 37.000 Exemplare gebaut.

FERRARI: AUS RIVALEN WERDEN PARTNER

Die Zukunft von Maserati beginnt 1993 mit dem Ankauf durch die Fiat Gruppe. Giovanni Agnelli erahnt mit unglaublichem Gespür das riesige Potenzial, das der kleine italienische Hersteller von erstklassigen Automobilen besitzt. An der Spitze des Unternehmens steht Luca di Montezemolo, Präsident und CEO von Ferrari. Die endgültige und vollständige Übernahme von Maserati durch Ferrari erfolgt in zwei Phasen. Sie beginnt 1997 und wird 1999 zum Abschluss gebracht. Die Erfolgsgeschichte der Partnerschaft zwischen den beiden berühmten Automobilmarken aus Modena stellt ihre einstige Rivalität in den Schatten.

3200 GT: DAS NEUE COUPÉ VON GIUGIARO

Die erste Maßnahme des Ferrari Managements ist der Abschluss eines bereits laufenden Projekts. Das von Giorgetto Giugiaro designte Coupé 3200 GT debütiert somit 1998 auf dem Pariser Automobil-Salon. Sogleich wird auch beschlossen, das Coupé mit einem in Maranello produzierten Motor auszustatten. Diese bahnbrechende Idee zeitigt die Geburtsstunde des Spyder, der das Comeback von Maserati in den USA markiert.

EIN KURZER UMZUG

Mit der Übernahme durch Ferrari werden die Produktionsanlagen von Maserati anfangs gestoppt. Der Marschplan ist klar definiert: Das Werk in Modena wird vollständig stillgelegt, saniert und mit den modernsten Produktionsanlagen ausgestattet. Die Mitarbeiter von Maserati werden vorübergehend nach Maranello verlegt. Knapp Monate später kehren sie wieder an ihre historische Produktionsstätte im Viale Ciro Menotti zurück. Alles ist bereit. Die Zukunft beginnt.

AUF EROBERUNG DER USA

Im Jahr 2001 kehrt Maserati nach zwölfjähriger Abwesenheit auf den US-amerikanischen Markt zurück. Ein Automobilhersteller, der die Qualitäts- und Sicherheitstests in den USA besteht, ist jeder Herausforderung gewachsen. So ist es nicht rein zufällig, dass dieses Comeback im großen Stil anlässlich eines Galaabends der Italian American Cancer Foundation stattfindet. Zahlreiche berühmte Persönlichkeiten sind zugegen, darunter Lauren Bacall, Ivana Trump und Umberto Veronesi. Der Maserati Spyder, der erste Maserati mit einem Motor aus Maranello, ist der Star der Benefiz-Auktion. Die königsblaue Lackfarbe bringt die atemberaubend schönen Karosserieformen zur Geltung, die ein weiteres Meisterwerk von Giorgetto Giugiaro sind. Der Zuschlag geht an einen italienischen Bankier, der in Mailand und New York arbeitet und 130.000 US-Dollar bietet.

IMMER WIEDER WELTMEISTER

2004 kehrt Maserati siegreich auf die Rennstrecken zurück. Der Erfolg ist einem außergewöhnlichen Rennwagen zu verdanken: Der MC12. Mit einem Design von Giorgetto Giugiaro und Frank Stevenson, wurde dieses Supercar von Giorgio Ascanelli für die Rennstrecke entwickelt und fährt es eine unglaubliche Siegesserie ein. Die Teilnahme von Maserati an der FIA GT-Meisterschaft von 2005 bis 2010 ist mit vierzehn Titeln (und 19 Siegen) gekrönt: zwei Konstrukteurs-Meisterschaften (2005 und 2007), fünf Fahrer-Meisterschaften (Bartels-Bertolini 2006, Thomas Biagi 2007 sowie erneut Bartels-Bertolini 2008, 2009 und 2010), sechs Team-Meisterschaften (ununterbrochen seit 2005 mit dem Vitaphone Racing Team), ein Citation Cup 2007 durch den Gentleman-Driver Ben Aucott von JMB Racing sowie drei Gesamtsiege beim 24-Stunden-Rennen von Spa (2005, 2006 und 2008).

GRANTURISMO: EIN RIESENERFOLG

Nach dem Quattroporte gestaltet der berühmte Designer Pininfarina ein neues Coupé, das ein neues Kapitel in der Maserati Geschichte aufschlägt. Mit seiner atemberaubenden Schönheit ist der GranTurismo im Jahr 2007 der Sieger auf dem Auto-Salon Genf. Er ist auf allen Titelblättern der Presse zu sehen. Die Bestellungen häufen sich von Tag zu Tag. Es ist die Geschichte eine angekündigten Erfolgs. Und das ist nur der Anfang.

MASERATI FEIERT DAS COMEBACK VON PININFARINA

Nachdem das erste GT-Modell nahezu ein halbes Jahrhundert zuvor debütierte, gestaltet der berühmte italienische Designer Pininfarina erneut einen Maserati: Der neue Quattroporte wird stets einen ganz besonderen Stellenwert in der Historie der Automobilmarke einnehmen. Das Debüt des Quattroporte rundet das Modellprogramm von Maserati ab und sorgt für eine spürbare Steigerung der Absatzzahlen. Der Quattroporte erzielt aber noch einen weiteren großen Erfolg: Nach Sandro Pertini wählt ihn Carlo Azeglio Ciampi und damit ein weiterer italienischer Staatspräsident zu seinem offiziellen Staatswagen. Zu Ehren seines berühmten Vorgängers wählt Ciampi die Karosseriefarbe „Pertini Blau“.

Der neue Maserati Quattroporte

Der neue Maserati Quattroporte

Maserati Ghibli

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